Amos O'Connor ist ein schwieriger Mensch. Voller Wut auf die Welt und vor allem auf seinen jüngeren Bruder, der hinaus in die Welt zog, während er den elterlichen Hof alleine bewirtschaften musste. Und nicht nur das. Sein Bruder bekam seine Herzdame und er musste sich mit einer Frau begnügen, die ihn täglich daran erinnert, was er nicht haben kann. Kein Wunder also, dass er seinem Neffen Jack wenig Zuneigung entgegenbringt.
Jack ist ein Nichtsnutz - wie sein Vater. Genauso respektlos und anmaßend. Ich war durchaus überrascht, als mein Bruder ihn bei uns ablieferte, wie einen Sack Getreide. Aber er bat mich, auf seinen Sprössling Acht zu geben. Und bei Gott - das tue ich! Der Junge braucht eine harte Hand, weil er einfach nicht gehorchen will.
Als Jack diesen Austausch mitmacht, merke ich allerdings, dass er durchaus hier auf der Farm fehlt. Dafür ist sein Vater plötzlich hier. Mit lauter neumodischen Ideen, die wir zahlen sollen. Und dem Wunsch, Jack zu sehen. Von wegen! Und natürlich kann Jack mir nicht entkommen. Ich bin überall. Selbst in seinen Träumen.
Onkel Amos war der erste Charakter, den Deborah Kopanitsak für mich zeichnen sollte. Ich dachte, dass es eigentlich ganz einfach werden würde. Aber da sollte ich mich täuschen. Deborah startete ihren ersten Versuch mit dem falschen Ernteprodukt. Sie hatte Kartoffeln im Kopf, doch Luna V ist ein Getreidemond. Also änderte sie schnell auf ein Bündel Weizen- ich war begeistert. Schnell stimmten auch die Farben grün und gelb, die die Kleider dort prägen. Bis dann endlich dieser missmutige, düstere Gesichtsausdruck da war, dauerte es allerdings. Mal war er zu traurig, dann wieder völlig durchgeknallt. Im zweiten Band kommt ein wenig heraus, warum die beiden Brüder so uneins sind und Jack deswegen massiv darunter leiden muss. Und wir erkennen, dass Amos - trotz seines traditionellen Lebens - durchaus einen Blick für die Belange des Planeten hat.