Aaron O'Connor ist ein Mann mit vielen Geheimnissen. Sein Weg zum Bürgermeister des Sky-Citiy Turms Zephyr und Senatsmitglied des Hexavirats von Terra Nova ist gepflastert damit. Er muss oft Kompromisse eingehen und eventuell auch manipulativ sein. Als Jacks Vater hat er hohe Ansprüche an seinen Sohn, der ihn durch seine Programmier-Eskapaden immer wieder in schwierige Lagen bringt.
Ich hatte mir immer gewünscht, dass Jack in meine Fußstapfen tritt und ebenfalls eine politische Laufbahn einschlägt. Immerhin hatte er einen viel leichteren Start ins Leben als ich und ist ein kluger Kopf. Doch der Junge hat nur seine Computerprogramme im Kopf! Ich war von meiner Idee, Jack vor seinen Entführern auf Luna V zu verstecken, wirklich überzeugt. Keine Technik, weit ab vom Schuss und aus der Gefahrenzone. Ich hatte gehofft, dass mein Bruder dem Jungen ein wenig in die Spur bringen kann. Nun ist er zurück und ich bin mir nicht sicher, ob er mir diesen Schritt jemals verzeiht. Auf der anderen Seite könnte er der Schlüssel für den weiteren Werdegang von Luna V werden. Denn die Zeichen dort stehen auf Sturm.
Deborah Kopanitsak nahm sich auch dieses durchaus schwierigen Charakters an. Zunächst versuchte sie anhand meiner Erzählungen, Aaron aufs Papier zu bringen, was aber misslang. Also griffen wir zu einem Trick. Im zweiten Anlauf nutzte sie als visuelle Stütze eine Vorlage von Bond-Darsteller Daniel Craig, der diesen so aalglatten und unnahbaren und dabei so charismatischen Charakter so wunderbar in Szene setze. Wer genau hinsieht, kann Daniel durchaus noch entdecken.
Aaron in Szene zu setzen war mich wichtig, weil er dafür sorgt, dass Jack überhaupt nach Luna V kommt. Seine Zerrissenheit, zwischen den Werten Luna Vs und Terra Nova ist ein wichtiger Aspekt im Buch, den ich immer wieder aufgreife. Seine Entscheidungen sind wohl durchdacht, aber insbesondere für seinen Sohn nicht immer optimal.